Schätzungen zufolge ist etwa eine von sieben Personen neurodivergent. Ihr Nervensystem verarbeitet Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Informationen und Reize teilweise anders, als es dem entspricht, was wir als „neurotypisch“ gewohnt sind. Neurodivergenz ist damit kein Randphänomen, sondern ein wichtiger Teil der menschlichen neurologischen Vielfalt.
ADHS und Autismus sind dabei nur die bekanntesten Formen. Auch Legasthenie, Dyskalkulie, Tourette-Syndrom, Synästhesie und weitere Besonderheiten der neurologischen Entwicklung gehören zur Neurodiversität. Manche Menschen wissen ihr Leben lang nicht, dass ihre besondere Art zu denken, wahrzunehmen oder zu lernen einen Namen hat.
Warum werden Menschen mit neurodivergenten Eigenschaften dennoch so häufig unterschätzt – manchmal sogar von sich selbst? Was passiert, wenn eine andere Art der Wahrnehmung als „Störung“ oder „Defizit“ bewertet wird? Und welche besonderen Fähigkeiten und Potenziale können gerade aus einer anderen neurologischen Vernetzung entstehen?
Der Vortragsabend lädt dazu ein, Neurodivergenz aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Prof. Dr. André Frank Zimpel erklärt anschaulich, wie unterschiedliche Gehirne Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Denken organisieren und warum „anders“ nicht automatisch „schlechter“ bedeutet.
Die Teilnehmenden erhalten einen verständlichen Einblick in die Welt neurodivergenter Wahrnehmung und erfahren, wie sich ein Perspektivwechsel auf Schule, Familie, Beruf und gesellschaftliches Zusammenleben auswirken kann.
Ein Abend zum Wiedererkennen, Umdenken und Staunen – über andere Köpfe und vielleicht auch über den eigenen.
Für die Teilnehmer*innen und Absolvent*innen unserer Weiterbildungsprogramme ist der Vortrag kostenfrei: als kleines Dankeschön und als Gelegenheit, weiterhin den Kontakt zu pflegen. Um planen zu können, bitten wir um schriftliche Anmeldung.
Zeit:
19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Nürnberg, KUF im südpunkt, Pillenreuther Straße 147 | 90459 Nürnberg - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....
Max. TN-Zahl:
Unsere Fachvorträge richten sich an ein größeres Publikum, d.h. die maximale Teilnehmerzahl ist abhängig von den Räumlichkeiten.
