Das Genogramm gehört zu den klassischen Werkzeugen der systemischen Familienarbeit. Seit Jahrzehnten unterstützt es Fachkräfte dabei, familiäre Beziehungen, Loyalitäten und Muster sichtbar zu machen. Doch wie zeitgemäß ist dieses Instrument heute – in einer Gesellschaft, die von Vielfalt, unterschiedlichen Lebensformen und pluralen Identitäten geprägt ist?
In dieser Veranstaltung nehmen wir die Genogrammarbeit kritisch, reflektiert und praxisnah in den Blick.
Was leistet Genogrammarbeit heute?
Wann und wie setzen wir Genogramme sinnvoll in der Familien- und Einzelfallberatung ein?
Welchen Mehrwert bieten sie Klient*innen – und uns selbst – im Verstehen komplexer Familiensysteme?
Genogrammarbeit im Spiegel der Diversitätsdebatte
Die Diskussion um diversitätssensible Methoden macht auch vor der Genogrammarbeit nicht halt.
Gemeinsam gehen wir Fragen nach wie:
- Ist Genogrammarbeit zu normativ angelegt?
- Wie anschlussfähig ist sie für LGBTQ-Personen und vielfältige Familienformen?
- Wo stößt sie an Grenzen – und wo bietet sie gerade besondere Möglichkeiten?
Praxisreflexion und Weiterentwicklung
Anhand konkreter Beispiele diskutieren wir:
- Wo liegen sensible Punkte im praktischen Einsatz?
- Wie erkennen wir Diskriminierungsfallen?
- Wo zeigt sich bereits Gendersensibilität – und wo braucht es Weiterentwicklung?
- Was sollte in der Genogrammarbeit unbedingt bewahrt werden?
Theoretische Wurzeln und heutige Perspektiven
Auf den Spuren von Monica McGoldrick beleuchten wir die Entstehung und den nachhaltigen Nutzen der Genogrammarbeit und öffnen zugleich einen Raum für zeitgemäße Weiterentwicklungen im Lichte aktueller Diversitätsdiskurse.
Zielgruppe:
Interessierte sowie Fachkräfte aus der psychosozialen Beratung, der systemischen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe, die ein bewährtes Instrument reflektiert, kritisch und zukunftsorientiert weiterdenken möchten.
Zeit:
19:00 - 21:00 Uhr
Ort:
Fürth, Seminarzentrum praxis-institut - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....
Max. TN-Zahl:
Unsere Fachvorträge richten sich an ein größeres Publikum, d.h. die maximale Teilnehmerzahl ist abhängig von den Räumlichkeiten.
